Kurs halten im Norden?

Strategien gegen Rechtsextremismus in der Diskussion

5. November 2021 - 10 bis 15 Uhr

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20 Jahre Verantwortung übernehmen im Norden. Hier gibt es weiterführende Informationen über den Kooperationsverbund.

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Kurs halten im Norden?

Strategien gegen Rechts-extremismus in der Diskussion. Hier finden Sie das Veranstaltungsprogramm. VERANSTALTUNGSPROGRAMM ANSEHEN

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Acht parallel statt-findende Austauschforen bieten Gelgenheit zur Vertiefung und Reflexion. Zur Beschreibung der Foren.

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IM NORDEN

Der Kooperationsverbund „Verantwortung übernehmen im Norden“ wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und setzt sich in Fachtagungen regelmäßig mit den Themen Rechtsextremismus und Demokratiestärkung auseinander. Der Verbund umfasst Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, vertreten sind darin Landespräventionsräte, die Landes-Demokratiezentren bzw. Landeskoordinierungsstellen und der DGB Nord.

Der Fachtag findet im Rahmen der seit 2000 regelmäßig veranstalteten Reihe des Kooperationsverbundes „Verantwortung übernehmen im Norden – Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ statt.

PROGRAMM

KURS HALTEN

IM NORDEN?

STRATEGIEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS IN DER DISKUSSION

2021 wollen wir Bilanz ziehen und zwei Jahrzehnte Zusammenarbeit der Partner*innen in den fünf norddeutschen Bundesländern in den Fokus nehmen: Welche Impulse gingen von den Veranstaltungen aus? Was hat sich in der Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Phänomenen verändert? Wo liegen Potenziale für die weitere Entwicklung?

In drei Impulsvorträgen werden Andreas Speit, Lan Böhm und Karolin Schwarz unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen der Rechtsextremismusprävention vorstellen. In acht parallel stattfindenden Austauschforen haben die Teilnehmenden anschließend Gelegenheit, verschiedene Bereiche zu vertiefen und zu reflektieren. Im Abschlussvortrag wird Dr. Mark Terkessidis Perspektiven und Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung der Rechtsextremismusprävention aufzeigen.


Die Tagung richtet sich an Fachkräfte der Präventionsarbeit aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Polizei, an Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Präventionsräte und Partnerschaften für Demokratie sowie weiteren Projekten aus den Bundesprogrammen „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“, an Personen aus der Wissenschaft, den Gewerkschaften und Verbänden sowie andere Interessierte.

Hier das Programm als PDF downloaden





10.00 UHR
BEGRÜSSUNG

10.15 UHR IMPULSVORTRÄGE

Populär | Extrem

Andreas Speit, Journalist, Hamburg

Stadt | Land

Lan Böhm, Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin

Online | Analog

Karolin Schwarz, Journalistin, Berlin

12.00 UHR PAUSE

12.45 UHR AUSTAUSCHFOREN

14.00 UHR | ABSCHLUSSVORTRAG

Wie „extrem“ ist Extremismus? Logiken von Polarisierung

und die Vermessung des demokratischen Spektrums in

einer komplizierten Gesellschaft

Dr. Mark Tekessidis, Publizist und Migrationsforscher, Berlin

15.00 UHR |
VERANSTALTUNGSENDE

FOREN

AUSTAUSCHFOREN

Acht parallel stattfindende Austauschforen bieten Gelegenheit zur Vertiefung und Reflexion.

Dynamiken im Beratungsfeld Rechtsextremismus und Förderung demokratischer Kultur

Referent: Heiko Klare, Bundesverband Mobile Beratung e.V.

In den letzten 20 Jahren hat sich Mobile Beratung bundesweit als kompetentes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Engagierte und Verantwortliche etabliert. Dabei sehen und sahen sich die Teams auch im Norden immer wieder mit sehr dynamischen Entwicklungen – sowohl der gesellschaftlichen Debatte wie auch extrem rechter Strategien und auch ihrer eigenen Strukturen – konfrontiert. Im Forum sollen Schlaglichter dieser Entwicklung deutlich gemacht und ein Blick auf zukünftige Herausforderungen für eine demokratische Zivilgesellschaft geworfen werden.

Pandemieleugnung als verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates

Referent: Dr. Marc Brandstetter, Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg

Seit diesem Frühjahr beobachten alle Verfassungsschutzbehörden eine neue Bestrebung – die verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates. Warum die Nachrichtendienste damit ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit bestimmte Teile des Pandemie-Leugner*innen-Milieus in den Fokus des Verfassungsschutzes geraten, soll in diesem Austauschforum erörtert werden.

HateTown – vorurteilsgeleitete Handlungen in urbanen Räumen

Referent*innen: Prof. Dr. Eva Groß, Fachhochschule in der Akademie der Polizei Hamburg und Prof. Dr. Joachim Häfele, Polizeiakademie Niedersachsen

Die Polizeiakademie Niedersachsen und die Fachhochschulein der Akademie der Polizei Hamburg führen aktuell das Forschungsprojekt „HateTown – vorurteilsgeleitete Handlungen in urbanen Räumen“ durch. Hasskriminalität und vorurteilsgeleitete Taten betreffen nicht nur Individuen, sondern ganze Bevölkerungsgruppen. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit einer belastbaren Datengrundlage zu Sichtweisen und Perspektiven von Betroffenen, auch was die Wahrnehmung der Polizei angeht. Vorgestellt werden sollen die wesentlichen Ziele und der aktuelle Stand der Studie.

Pädagogische Online-Praxis in der Distanzierungs- und Ausstiegszusammenarbeit Rechts

Referent*innen: Nordverbund Ausstieg Rechts

Ansprache und pädagogischer Umgang mit (extrem) rechten Menschen müssen sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen verändern – in der Zeit der Corona-Pandemie ist diese Notwendigkeit noch deutlicher zutage getreten: Der Nordverbund Ausstieg Rechts gibt Einblickein neue Konzepte wie die Online-Beratung und bietet einen Diskussionsraum für pädagogische Maßnahmen im Online-Sozialraum.

Rechtsterrorismus, rassistische Gewalt und die Entwicklung der Opferberatungen

Referentin: Heike Kieffner, Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG)

Allein in den letzten zwei Jahren starben zwölf Menschen bei rechtsterroristisch, rassistisch und antisemitisch motivierten Attentaten. Nach einem Kurzabriss der unterschiedlichen Phasen von Rechtsterrorismus und rechter Gewalt seit 1990 wird in diesem Austauschforum die Entwicklung der Unterstützungsangebote und unabhängigen Opferberatungsstellen in Ost- und Westdeutschland nachgezeichnet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen Bedarfe diskutiert werden, um Betroffene und ihre Angehörigen auch in Zukunft effektiv zu beraten und solidarisch und professionell zu begleiten.

Vor Ort – Demokratie stärken durch kommunale Prävention

Referentin: Melanie Blinzler, Präventionsrat Oldenburg

Welche Rolle kann ein kommunaler Präventionsrat in den Handlungsfeldern „Demokratie stärken“ und „Rechtsextremismus vorbeugen“ übernehmen? Am Beispiel des Präventionsrates Oldenburg (Niedersachsen) soll dies gezeigt werden. Vorgestellt werden sowohl einzelne Projekte als auch die Arbeitsweise. Die Bedeutung der Netzwerkbildung und die Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements werden ebenfalls thematisiert.

Demokratiepädadogischer Unterricht im Jugendstrafvollzug

Referent: Laura Adrian, KAST

Wie begegnen jugendliche Inhaftierte politischen Themen? Interessieren sie sich für Demokratie und ihre Möglichkeiten der Partizipation? Der demokratiepädagogische Unterricht „Misch mit!“ des Projekts „Kick-off“, durchgeführt von KAST und der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H), widmet sich diesen Fragen und verfolgt dabei einen präventiven Ansatz. Zentrales Thema dieses Austauschforums ist die politische Bildung in Haft unter Einbeziehung der Perspektive der Gefangenen. Erörtert werden soll, wie Demokratiepädagogik in diesem besonderen Arbeitsumfeld funktioniert und gelingen kann.

Antisemitismus sichtbar machen – Dokumentationsstellen im Norden

Referent: Joshua Vogel, Landesweite Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus in Schleswig-Holstein (LIDA-SH)

Antisemitismus wird nur zum Teil in offiziellen Statistiken erfasst, viele Fälle werden gar nicht öffentlich bekannt. Um dieses Dunkelfeld besser auszuleuchten, sind in den letzten Jahren mehrere Melde- und Dokumentationsstellen im Norden entstanden, die antisemitische Vorfälle auch unterhalb der strafrechtlichen Relevanz erfassen. In diesem Austauschforum werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Landesweiten Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus in Schleswig-Holstein und anderer Meldestellen vorgestellt und Möglichkeiten einer effektiven Netzwerkarbeit diskutiert.

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für die digitale Veranstaltung

am 05. November 2021

von 10 bis 15 Uhr an.

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